Frag den SPATZ: Ernährung

Die Ernährung ist zweifelsohne relevant für die Gesundheit; Fehl- oder Mangelernährung können schwere Erkrankungen auslösen. Im Bereich der „normalen“ Ernährung ist es schwieriger, eindeutige Beweise für den Zusammenhang mit Gesundheit oder einzelnen Erkrankungen zu finden. Sie kennen sicher unzählige Beispiele von Ernährungsempfehlungen; nicht alle sind wissenschaftlich gesichert.

Um Ernährung gut zu beforschen ist die Ulmer SPATZ Gesundheitsstudie nicht gut geeignet. Der Grund liegt auf der Hand: Die SPATZ Fragebögen werden jeder Familie nur einmal im Jahr zugeschickt. Unsere Ernährungsgewohnheiten unterliegen aber saisonalen Schwankungen und die detaillierte Erinnerung an einzelne Mahlzeiten wird geringer, je mehr Zeit seit der Mahlzeit vergangen ist. Hinzu kommt, dass die Erhebung von Essgewohnheiten nicht nur die Lebensmittel an sich, sondern auch deren konsumierte Menge und ggf. Zusammenstellung berücksichtigen sollten. Dadurch wird ein Fragebogen zu Essgewohnheiten natürlich besonders lang und aufwändig.

Ernährung

Im SPATZ haben wir uns deshalb entschieden, ab der 3-Jahres-Erhebung nur einige wenige sogenannte Indikatoren für eine ausgewogene bzw. eine ungesunde Ernährungsweise der SPATZ Kinder zu erheben. Diese Indikatoren stammen aus einer bundesweit durchgeführten Studie bei Kindern und Jugendlichen des Robert Koch Instituts, der KiGGS-Studie (www.kiggs-studie.de), und der Vorgängerstudie des SPATZ, der Ulmer Kinderstudie. Ab der 4-Jahres-Erhebung wurden zusätzlich auch Fragen zu körperlicher Aktivität (Schwimmen, regelmäßiger Sport, Fahrradfahren) der SPATZ Kinder mit in die Fragebögen aufgenommen.

Frag den SPATZ: Impfungen

Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten vorbeugenden Maßnahmen, die in der Medizin zur Verfügung stehen. Natürlich bleibt es den Eltern überlassen, ob sie ihr Kind impfen lassen möchten oder nicht. In der Ulmer SPATZ Gesundheitsstudie erheben wir keine Daten zu Impfungen bei unseren TeilnehmerInnen. Der Grund ist die hohe Impfquote bei den Schutzimpfungen, die von der Ständigen Impfkommission – einer unabhängigen Kommission von Fachleuten – empfohlen werden.

Da bereits in der Vorgängerstudie vor gut 10 Jahren, der Ulmer Säuglingsstudie, fast alle Kinder geimpft wurden gehen wir davon aus, dass die meisten SPATZ-Kinder ebenfalls geimpft werden. Die Zahl der Kinder, die bestimmte Impfungen nicht erhalten, wird so gering sein, dass wir in der Ulmer SPATZ Gesundheitsstudie über gesundheitliche Effekte des Impfens keine verlässlichen Aussagen treffen könnten.

Impfungen

Die dargestellte Information basiert auf Veröffentlichungen des Robert Koch Instituts (www.rki.de). Das Robert Koch-Institut dient – als wissenschaftlich-medizinische Leitinstitution der Bundesregierung – der Bekämpfung von Infektionskrankheiten und der Analyse gesundheitlicher Trends in der Bevölkerung.

Frag den SPATZ: Schlafforschung

Schlafstörungen sind mit einer Vielzahl von psychischen und körperlichen Gesundheitsstörungen verbunden. Die ersten detaillierten, bundesweit repräsentativen Daten zum Schlaf bei Erwachsenen wurden 2008-2011 vom Robert Koch Institut (www.rki.de) erhoben. In der Studie zur Gesundheit Erwachsener (DEGS1) zeigte sich, dass etwa jeder Dritte während der letzten 4 Wochen möglicherweise gesundheitlich relevante Ein- oder Durchschlafstörungen hatte. Etwa ein Fünftel berichtete zusätzlich über eine schlechte Schlafqualität.

Seit der 2-Jahres-Erhebung fliegt der SPATZ in neue Regionen: Zum ersten Mal erheben wir Daten zum Schlaf bei den Eltern und den SPATZ Kindern.

Schlafforschung

Im Vergleich zum bundesdeutschen Durchschnitt ähnlichen Alters haben sowohl die SPATZ Mütter als auch ihre PartnerInnen seltener Einschlafstörungen aber häufiger Durchschlafstörungen. Wir sind gespannt, ob sich dieser Unterschied immer noch zeigt, wenn alle TeilnehmerInnen die 2-Jahres-Fragebögen beantwortet haben. Eine Erklärung, die auf der Hand liegt, sind nächtliche Störungen durch das SPATZ Kind.

Mittlerweile zeigen auch Auswertungen im Alter bis zu 6 Jahren einen direkten Einfluss der Schlafqualität von Kindern auf die Zufriedenheit der Partnerbeziehung. Bei Frauen wirkte sich ein vermittelter Effekt der Schlafqualität des Kindes durch die Schlafdauer und die im Bett verbrachte Zeit auf die Zufriedenheit der Partnerbeziehung sowohl an freien als auch an Arbeitstagen aus. Die Schlafqualität von Kindern beeinflusst die Zufriedenheit der Beziehung hauptsächlich bei Müttern, wahrscheinlich aufgrund ihrer stärkeren Beteiligung an der Kinderbetreuung während der Arbeitstage. Distress in der elterlichen Beziehung könnte durch eine stärkere Beteiligung der Väter am Kindermanagement entgegengewirkt werden.

Darüber hinaus erhoffen wir uns im SPATZ mit den Daten zum Schlaf die Beantwortung wichtiger Fragen, z. B. nicht nur nach der Ursache der Schlafstörungen, sondern auch nach den gesundheitlichen Auswirkungen – auf die Erwachsenen aber auch die SPATZ Kinder.

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  • Firma BeurerNature Addicts

Was ist ulmer-forschen.de?

ulmer-forschen.de ist der Forschungsauftritt des Instituts für Epidemiologie und Medizinische Biometrie der Universität Ulm.

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